1965 AMC Rambler Merlin 327cui

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1965 Rambler Merlin 2-door Hardtop Coupé, absolute Rarität, es wurden nur ca. 10000 Modelle produziert.
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Beschreibung

1965 Rambler Merlin 2-door Hardtop Coupé, absolute Rarität, es wurden nur ca. 10000 Modelle produziert.

Der Wagen befindet sich in einem unrestaurierten sowie sehr gepflegten Originalzustand ohne Durchrostungen.

Der Wagen kommt aus Idianapolis und wurde 2011 nach Deutschland exportiert.

Motor und Getriebe sowie die gesamte Technik funktionieren einwandfrei und der Wagen läuft perfekt.

Auch die Innenausstattung ist absolut original und befindet sich in einem gepflegten Zustand.

Alle Chromteile vorhanden und Top in Schuß.

Zum Wagen gehören diveres Originalunterlagen und Rechnungen.

 

Ausstattung/Technik:

  • Motor 327cui V8
  • 3- Gangschaltung plus Overdive
  • Scheibenbremsen vorne
  • Bremskraftverstärker
  • Servo
  • Radio
  • Crager Felgen
  • Tüv neu
  • Deutsche H-Zulassung
  • EUR 18.999,- i. Kd.- Auftrag

 

Historie:

 

Der Rambler Marlin war das erste mittelgroße Auto mit Fließheck, das in den 1960er-Jahren in den USA hergestellt wurde. Er wurde von der American Motors Corporation (AMC) von 1965 bis 1967 gefertigt, hatte eine sehr gute Ausstattung und wurde als Luxuswagen der oberen Mittelklassevermarktet.

Die Marlin-Modelle von 1965 und 1966 sind Fließheck-Versionen des Hardtop-Coupés Rambler Classic. Das Fließheckdesign wurde in einem Prototyp von 1964, den Rambler Tarpon, vorweggenommen, der auf dem kompakteren Rambler American basierte. Der Rambler Marlin war ein Jahr vor dem ähnlichen Dodge Charger (Modelle 1966/1967) verfügbar. Das 1967er-Modell wurde grundlegend überarbeitet und an die große Bodengruppe angepasst. AMC baute den Marlin nun auf der größeren Bodengruppe des AMC Matadorund gab ihm ein komplett anderes Aussehen mit längerer Motorhaube, noch mehr Passagierraum, leistungsfähigen V8-Motoren und vielen anderen Verbesserungen.

In den frühen 1960er-Jahren wollte der US-Automobilmarkt größere und breitere Autos. AMC hatte unter George W. Romney eine erfolgreiche Marketingstrategie entwickelt. Sein Nachfolger, Roy Abernethy, sah die Notwendigkeit, größere Fahrzeuge mit mehr Prestige zu fertigen, um den Profit weiter zu erhöhen. Abernethy hatte als Verkaufsvorstand Rambler an die dritte Stelle der Verkaufszahlen US-amerikanischer Autohersteller gebracht und wollte nun in weiteren Marktsegmenten gegen die „Großen Drei“ (GM, Ford und Chrysler) antreten.

Ein Vorschlag war ein sportliches, auf junge Kunden ausgerichtetes Auto. Auf Basis des kompakten Rambler American wurde eine Designstudie erstellt. Das 4-sitzige Fließheck-Coupé wurde „Rambler Tarpon“ genannt. Dieser wurde auf Automobilsalons gezeigt, noch bevor der Ford Mustang erschien. AMCs V8-Motoren der 1. Generation passten nicht in dieses Fahrzeug und die 2. Generation war noch in der Entwicklung. Marktuntersuchungen zeigten, dass die Kunden mit einem solchen Fahrzeug, das nur mit einem Sechszylindermotor ausgestattet wäre, nicht zufrieden wären. So beschloss die Geschäftsleitung, das Modell auf der größeren Bodengruppe anzubieten. Das neue Modell zeigte viele Stylingdetails des Prototyps Tarpon. Der neue Marlin wurde ein großes, komfortables Fließheckfahrzeug mit luxuriöser Ausstattung. Er hatte eine lange Liste serienmäßiger Ausstattungsdetails und es gab viele Sonderausstattungen, um den Wagen den Kundenwünschen anzupassen. Der Marlin ist ein Vertreter des Luxuswagensegmentes der Mittelklasse und konkurrierte nicht direkt mir den Pony Cars, wie dem Ford Mustang oder dem Plymouth Barracuda.

Der Marlin erschien mitten im Modelljahr als zusätzliches Angebot in der AMC-Reihe der „Sensible Spectaculars“. Er wurde am 10. Februar 1965 offiziell vorgestellt und war ab 1. März bei den Händlern. Zu dieser Zeit waren Autoneuvorstellungen wichtige Ereignisse und mit persönlichen Einladungen an die Kunden und entsprechender Werbung verbunden. Der Marlin wurde darin als Fahrzeug für diejenigen Kunden beschrieben, die „ein sportliches Fließheckfahrzeug, verbunden mit Geräumigkeit und Komfort wollten“.

Das Presseecho war außergewöhnlich, der Marlin tauchte auf den Titelseiten vieler Autozeitschriften auf. Viele Autotest erschienen. So schrieb zum Beispiel das Magazin Motor Trend, dass der Marlin „... ein sehr ausgewogenes Auto (ist), das viele Sportwagen auf dem Markt aussticht.“

Das neue Modell bot viele Ausstattungsdetails, zum Beispiel serienmäßige 4-Kolben-Scheibenbremsen vorne mit Bremskraftverstärker, Trommelbremsen hinten ohne Bremskraftverstärker, umlegbare Einzelsitze, luxuriöse Zierleisten und eine Innenausstattung, die direkt von AMCs 2-türigem Flaggschiff, dem Ambassador abgeleitet war. Der kleinste Motor war der 3,8 Liter Reihensechszylinder mit 145 SAE-PS, aber es wurden nur ca. 2.000 Stück damit bestellt. Die meisten Käufer wollten eine Leistung, die dem sportlichen Aussehen des Fahrzeuges entsprach und bestellten mehrheitlich den 5,4 Liter V8 mit Vierfachvergaser und 270 SAE-PS. Mit dem Automatikgetriebe mit Knüppelschaltung funktionierte dieser Motor hervorragend. Das neue Getriebe mit Overdrive und Handschaltung mit 2 Hebeln wurde allerdings selten bestellt. Andere Sonderausstattungen waren Servolenkung, Schwerlastfahrwerk und das „Twin-Grip“-Differential mit begrenztem Schlupf. Wer auf Luxus Wert legte, bestellte eine Klimaanlage, ein einstellbares Lenkrad, elektrische Fensterheber, einen MW/UKW-Radio (Mono), einen „Duo-Costic“-Hecklautsprecher oder sogar ein „Vibra-Tone“-System für Quasi-Stereosound (Stereoübertragung im Radio gab es noch nicht).

Die äußerst wichtige Preisempfehlung wurde auf 3.100,00 US-$ festgelegt. Dies war relativ günstig, wenn man bedenkt, dass ein 2-türiges Hardtop-Coupé des Rambler Classic 770 mit Sitzbänken (6-Personen-Ausführung) ohne die Sonderausstattung und den luxuriösen Innenraum des Marlin auch schon 3.063,00 US-$ kostete.